Nikolaus Gross Musical

Zu den Aufführungen vom 18. und 19. Januar 2013

Sehr geehrter, lieber Herr Pfarrer von Schwartzenberg. 

Haben Sie herzlichen Dank für Ihre Email, über die ich mich sehr gefreut habe. Die Teilnahme an der Aufführung des Nikolaus-Groß-Musicals hat mich nicht nur wegen der Predigt, die ich am Gedenktag des Seligen Nikolaus Groß gehalten habe, inspiriert. Vor allem deshalb, weil so viele Ehrenamtliche aller Altersstufen mitwirken und das Musical ein gelungener Versuch nicht alltäglicher Verkündigung darstellt. Das alles macht mich sehr dankbar für diese großartige Initiative in unserem Bistum! Richten Sie bitte allen Mitwirkenden nochmals meinen herzlichen Dank und alle guten Segenswünsche für jede und jeden persönlich aus. 

Ihnen und der Pfarrei alle guten Wünsche und viele Grüße aus dem Essener Bischofshaus. 
Ihr
+ Dr. Franz-Josef Overbeck
Bischof


Die Predigt unseres Bischofs Dr. Franz-Josef Overbeck beim Pontifikalamt am Gedenktag des Seligen am 23. Januar 2013 nach dem Besuch unseres Musicals:

"Heute Zeugnis von der Bedeutung eines Märtyrers zu geben, der sich nicht sofort in seinem Lebensprogramm den Zeitgenossen erschließt, stellt vor große Herausforderungen. Die Pfarrei und Gemeinde St. Barbara in Mülheim, die ich im vergangenen Herbst visitiert habe, stellt sich auf ungewöhnliche, aber immer wieder vor allem auch junge Leute anziehende Weise dieser Aufgabe. Sie führt alljährlich das Musical „Nikolaus Groß“ auf. Eine beeindruckende Aufführung am vergangenen Freitag habe ich besucht."

Lesen Sie den ganzen Predigttext als PDF über:

http://www.bistum-essen.de/start/news-detailansicht/artikel/mut-haben-verantwortung-zu-uebernehmen.html

oder unseren Download : http://www.barbarakirche.de/Download/NG_Predigt_Bischof.pdf

Liebe Frau Timmer,
Lieber Pfr. von Schwartzenberg.
Wieder einmal durften wir am vergangenen Samstag in Ihrer St. Barbara-Kirche eine ergreifende Aufführung des Musicals über den sel. Nikolaus Groß erleben. Unsere Teilnehmer waren von der Person und dem Musical sehr bewegt und angetan. Das ist echte Evangelisierung in moderner, zeitgemäßer Form. Danke dafür allen Beteiligten und engagierten Gemeindemitgliedern!
Damit sich auch weiterhin viele vom Glauben und Leben des Seligen und der Begeisterung einer Gemeinde anstecken lassen, möchte ich - wie schon angekündigt - für den Samstag, den 18. Januar 2014, wieder neun Karten bestellen. Bei der Begeisterung vom Samstag könnte es sein, dass es ein paar Leute mehr werden. Dann melde ich mich noch.
Bis zum nächsten Wiedersehen dann im Januar nächsten Jahres!

Herzliche Grüße!
Ihr
Reinhard Lenz, Pfr.

Liebe Frau Timmer,
wir haben den gestrigen Abend mit 12 Personen (Familie und Freunde) in Ihrer Kirche verbringen und bei der Aufführung des Nikolaus Groß-Musicals dabei sein dürfen.
Wir waren nun zum zweiten Mal dabei, jedoch nicht minder beeindruckt vom Zusammenwirken der "großen und kleinen Stars" Ihrer Gemeinde. Geschichte und die christliche Botschaft Ihres Musicals sind in dieser Form einzigartig bearbeitet und dargestellt.
Ihre Gemeinde hat etwas Großartiges geleistet, und die Zahl der Mitwirkenden spricht für einen außergewöhnlichen Zusammenhalt. Wir waren wieder begeistert und gleichermaßen berührt.
Dafür danken wir Ihnen und allen Mitwirkenden.
Auch bei der nächsten Aufführung möchten wir dabei sein. Liebe Frau Timmer, reservieren Sie uns bitte (mindestens) 12 Karten, vorzugsweise in Block A, Reihe 3 oder 4 ?

Herzliche Grüße
Ihre
Bernhard & Susanne Witfeld


 

 

Noch einmal ein Dankeschön

stellvertretend für die vielen positiven Reaktionen, Emails und Briefe

 

Ganz herzliche Grüße aus Kempen sendet Ihnen Walter Simon. Es ist mir ein echtes Bedürfnis Ihnen und allen Menschen, die an und in dem Musical Nikolaus Groß mit­gearbeitet und mitgewirkt haben, einen Brief zu schreiben. Irgendwann hatte ich mir die 3. Auflage des Buches „Sie­ben um einen Tisch“ gekauft. Dieses Buch hat mich nie losgelassen. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich darin ge­lesen habe. Angeregt durch den Priester Markus Pottbä­cker aus Essen habe ich mich dann näher für Nikolaus Groß interessiert.

Im Sommer 2012 waren meine Frau und ich in Niederwe­nigern. Dort konnten wir an einer Kirchenführung in der St. Mauritius-Kirche teilnehmen und das Nikolaus Groß Haus besichtigen. Für uns Beide war es ein sehr gutes Erlebnis, sodass ich mich weiterhin für Nikolaus Groß interessierte.

Meine Frau Anne, meine Enkeliln Lina Marie und ich hat­ten das ganz große Glück am Freitag, dem 18. Januar 2013, in der Barbarakirche und Mülheim mit dabei zu sein, als sie das Musical „Nikolaus Groß“ aufführten.

Zunächst sage ich Ihnen herzlichen Dank für die Eintritts­karten, die Sie mir ja schon sehr rechtzeitig zuschickten. Wir drei hatten auch in der Kirche einen ganz tollen Platz.

Alle Menschen, ob klein oder groß, ob Kind oder erwach­sen, ob auf der Bühne oder hinter der Bühne, Sie alle ha­ben etwas geleistet, was ich in Worten nicht zu beschrei­ben mag.

Es wird für uns drei ein unvergessliches Ereignis bleiben. Wir verneigen uns vor Ihrer aller Leistung und sagen ganz, ganz herzlich --- Danke----.


zu den Aufführungen am 20./21. Januar 2012

Sehr geehrter Pfarrer der Gem. St. Barbara,
sehr geehrte Mitwirkende - vor und hinter den Kulissen - zum Musikal N. Groß,

ich war am Freitag in Ihrer Aufführung und bin sehr beeindruckt, welch modernes Passionsspiel sie entwickelt haben und pflegen.
Die Widerstandskämpfer sind wert, sich ihrer zu erinnern und haben uns auch heute noch etwas zu sagen. Vor circa anderthalb Jahren war ich für fünf Tage in Berlin auf deren Spuren unterwegs: Das Wohnhaus der Bonhoeffers, die Gedenkstätte im Bendlerblock, die Hinrichtungsstelle Berlin-Plötzensee, das Museum "Topographie des Terrors", das Museum der kleinen Helden ...
Was von ihrem Stück so richtig in mir nachhallt ist: Dass Gott in der Nacht zur Welt kam. Das klingt im Zusammenhang mit dieser Lebenbiographie noch eben etwas anders.
Leider vertat man die Chance, beide (auch seine Frau Elisabeth) selig zu sprechen.
Können Sie mir mitteilen, ob der älteste Sohn den Krieg überlebte? Welche Biographie können Sie mir empfehlen - in dem auch Bezug genommen wird, was aus den Kindern wurde, wie Frau Groß weiterlebte?
Ihnen allen ganz herzlichen Dank für dieses Musikal, ich habe es für das nächste Jahr bereits weiterempfohlen.

Beate Wittenbrink

 

Liebe Frau Timmer,
es war wieder tief beeindruckend und unbeschreiblich bei Ihnen. Ihnen und allen Beteiligten und Ihrem Pastor dafür ganz herzlichen Dank!
Wissen Sie schon die Termine für 2013 ? Ich habe schon wieder drei Anmeldungen.
Herzliche Grüße aus dem Siegerland!

Ihr Pfarrer Reinhard Lenz von der KAB Olpe-Siegen

 

 

 

zur Jubiläumsaufführung am 30. September 2011 in der Gebläsehalle in Hattingen

Jubiläum im doppelten Sinne: Nikolaus Groß wurde vor 10 Jahren (7. Okt. 2001) seliggesprochen. Das Musical - gespielt seit 1998 - erlebte seine 60. Aufführung am 113. Geburtstag des Seligen.

Dr. Uebing schrieb:

Zunächst einmal möchte ich allen Beteiligten zu der wirklich großartigen Aufführung am vergangenen Freitag gratulieren – eine meisterhafte Aufführung, aber keine leichte Kost. Ich hatte schon einmal die Gelegenheit, Ihr Musical zu sehen, als einer der Fünftausend in der Grugahalle.

Nikolaus Groß – ein Mann mitten aus dem Revier – wurde am 30. September 1898 in Niederwenigern (heute ein Stadtteil von Hattingen) als Kind einer Bergarbeiterfamilie geboren. Er gilt als Repräsentant – vielleicht als der Repräsentant – des Ruhrgebietskatholizismus, geprägt durch seinen tiefen christlichen Glauben – angetrieben von seiner innersten Überzeugung, mit den Mitteln der Demokratie die Interessen der Arbeiterschaft im Staat zu Gehör und zur Geltung zu bringen. Schon 1930 warnte er eindringlich als Redakteur der Westdeutschen Arbeiterzeitung vor dem aufkeimenden Nationalsozialismus: „Wir lehnen als katholische Arbeiter den Nationalsozialismus nicht nur aus politischen und wirtschaftlichen Gründen, sondern entscheidend auch aus unserer religiösen und kulturellen Haltung entschieden und eindeutig ab" (Westdeutsche Arbeiterzeitung WAZ vom 6.9.1930).

Nikolaus Groß engagierte sich im politischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Obwohl er am Hitler-Attentat am 20. Juli 1944 nicht beteiligt war, wurde er am 12. August 1944 verhaftet, vom Volksgerichtshof unter Freisler am 15. Januar 1945 zum Tode verurteilt und am 23. Januar 1945 von den Nationalsozialisten in Plötzensee ermordet.

Am 7. Oktober 2001 wurde Nikolaus Groß von Papst Johannes Paul II im Petersdom in Rom selig gesprochen. Im Vorfeld der Seligsprechung keimte und wuchs innerhalb der St. Barbara-Gemeinde in Mülheim-Dümpten die Idee, dem Leben, Wirken und Martyrium des Nikolaus Groß in Form eines Musicals zu gedenken. Der Pfarrer Manfred von Schwartzenberg schrieb die Texte und führte Regie, der Kirchenmusiker Burkard Maria Kölsch komponierte die Musik, Claudia Schäfer bearbeitete die Choreographie, und weit über hundert Mitglieder und Gäste der Gemeinde machten mit – als Schauspieler, Sänger, Statisten, Techniker, Musiker, Bühnen- und Maskenbildner... Nach einem Jahr des Probens fand die Uraufführung zum 100. Geburtstag von Nikolaus Groß am 30. September 1998 im Pfaarsaal St. Barbara in Dümpten statt. Viele weitere Aufführungen im engen Pfarrsaal folgten, bis auf Wunsch des Bischofs das Musical als Höhepunkt der Feierlichkeiten zur Seligsprechung von Nikolaus Groß im Bistum Essen vor 5000 Zuschauern in der Grugahalle aufgeführt wurde.

 

Am Abend des 30. September 2011 wurde das Nikolaus-Groß-Musical erstmalig in der Heimatstadt des Nikolaus Groß im Beisein seines jüngsten Sohnes Bernhard Groß in der Gebläsehalle der Henrichshütte Hattingen unter Mitwirkung zweier Schülerinnen der Gustav-HeinemannGesamtschule aufgeführt. Hanna Schuhmacher (Jahrgangsstufe 12) spielt Nikolaus Groß älteste Tochter Bernhardine Elisabeth (Berny). Ihre - auch im richtigen Leben - jüngere Schwester ??? spielt die Rolle der Liesel Groß. Es war die sechszigste und eine der beeindruckensten Aufführungen in der nun 13-jährigen Geschichte des Musicals. Viel Prominenz aus der Lokal- und Landespolitik konnte Pfarrer Winfried Langendonk, der Pfarrer der Veranstaltungspfarrei St. Peter und Paul in Hattingen zusammen mit dem Pastor der Heimatgemeinde des Nikolaus Groß, St. Mauritius Niederwenigern, begrüßen. 750 Gäste und 150 Mitwirkende gedachten des 113. Geburtstages sowie des 10. Jahrestages der Seligsprechung von Nikolaus Groß. Sie erlebten eine künstlerisch und technisch meisterhafte Aufführung - allerdings keine leichte Musical-Kost, keinen seichten Abend, ganz im Gegenteil, schwer Verdauliches, eigentlich Unvorstellbares, ja Übermenschliches, das Leid das Nikolaus Groß und seine Familie auf sich nahmen. Kein Happy End à la Rosamunde Pilcher, aber eine starke, wenngleich leise Botschaft, die Pfarrer Manfred von Schwartzenberg in folgende Worte gießt:

in menschenverachtender, gottloser Zeit hab Mut
das Reich des Satans kommt und geht alles wird gut
man schlägt dich wund und schleppt dich vor den Richter
Ohnmacht und Hass bringen dich um sei stark, mein und dein Blut bleiben nicht stumm.

 

Dr. Christian Uebing, Essen

 

Stimmen zu den Aufführungen vom 21. und 22. Januar 2011

Sehr geehrter Herr Pfarrer Manfred von Schwartzenberg,
als Teilnehmerin der Autorengruppe von Manfred Wrobel, möchte ich mich recht herzlich für die Einladung zu dem Musical „Nikolaus Gross“ bedanken. Es war und bleibt für mich ein unvergessliches Erlebnis. Die Handlung dieser Geschichte hat mich entsetzt! Jedoch bin ich auch der Meinung, dass man vor dem Vergangenen die Augen nicht verschliessen darf. Ich bin Gott dankbar, dass er mich vor den Erlebnissen geschützt hat und mich erst im Jahr 1954 das Licht der Welt erblicken liess.
Umso beeindruckender waren die Geschehnisse, die ich an diesem Abend, wiedergespiegelt durch die hervorragenden Künstler, und die ich sonst nur aus Erzählungen meiner Eltern kannte, erleben durfte.
An dieser Stelle nochmals mein herzlichster Dank.
Mit freundlichen Grüssen aus dem Rheinisch-Bergischen Burscheid
Christiane Rühmann


Liebe Musical-Mitwirkende der Pfarrgemeinde St. Barbara in Dümpten,  wir haben am Freitag die Aufführung des Musicals besucht und möchten uns noch einmal herzlichst für diese grandiose Vorstellung bedanken. Gerade auch der erste Akt  mit seiner äußerst intensiven Vermittlung  der historischen Abläufe hat uns sehr beeindruckt; so manche Profi-Aufführung, die an großen Bühnen für viel Geld inszeniert wird, kann da kaum mithalten.
Es war eine beeindruckende und begeisternde Aufführung. Das große Engagement
und die Professionalität der Musical-Mitwirkenden der Pfarrei Mülheim –Dümpten
sind zu bewundern.
Dass sich  so viele Menschen ehrenamtlich in eine so zeitraubende und anspruchsvolle
Aufgabe einbringen, ist in unserer Zeit eine Seltenheit geworden. Danke allen, die
uns Zuschauern dieses Erlebnis möglich gemacht haben. Wir sind auf Empfehlung von
Freunden extra aus dem Emsland für diesen Abend nach Mülheim gefahren und
haben es keine Minute bereut.     
Mit freundlichen Grüßen
Familie Eckhard Kupfer aus der Nähe von Lingen/Ems


Lieber Herr Pfarrer,
ich möchte mich ganz herzlich für ALLES bedanken.  Am Samstag, auf der Fahrt zur Parkplatzsuche fing es schon an.  Ein sehr höflicher und die Lage verstehender Mann war gleich zur Hilfe parat.  Das war schon ein guter Beginn.  Auch das Personal im Kirchenbereich war sehr aufgeweckt und sehr hilfreich.  Einfach eine sehr durchdachte und sehr gut umgesetzte Planung!  Das Musical "Nikolaus Groß" hat mich sehr überzeugt!  Was da mit einfachen technischen Mitteln bewirkt wurde, hat eine Evidenz, die ihresgleichen sucht. Darüber hinaus waren die "Schauspieler" für mich persönlich keine Laien! Sie wirkten auf mich sehr professionell!  Da waren auch Sängerinnen und änger dabei, die ohne Weiteres auch in einer "anderen Liga"singen könnten. Insbesondere fielen mir da die kleine Blonde auf, die am Anfang und am Ende sang. Des Weiteren auch die "Frau von Nikolaus Groß"...Kurz um, es war ein ganz toller Abend,  ich habe ihn sehr genossen!
Ihr Manfred Wrobel


Lieber Herr Pfarrer v. Schwartzenberg,

als Mitglied der Autoren-Plattform Manfred Wrobel hatte ich die große Freude das eindrucksvolle Musical gestern erleben zu dürfen.

Sehr herzlich möchte ich mich dafür bedanken, dass wir gestern Abend in der Kirche St. Barbara zu Gast sein, und das Nikolaus-Groß Musical erleben durften.
Es war ein unglaubliches Erlebnis, dass gewaltig und aufrüttelnd, erschütternd, und grandios war, und unter die Haut gegangen ist. Ich hatte keine rechte Vorstellung davon, wie es möglich wäre das so großartig und beeindruckend umzusetzen, aber es hat alle meine Erwartungen weit übertroffen. Es hat den Eindruck vermittelt als sei man selbst mitten im Geschehen. Mich hat es sehr bewegt und tief ergriffen.
Bestimmt war es nicht das letzte Mal dass ich es mir angeschaut und Texte und Handlung verinnerlicht habe.

Ich spüre eine große Dankbarkeit, und möchte ihr hier etwas Ausdruck verleihen.
Schon die Lesungen in der Auferstehungskirche waren ganz besondere Erlebnisse, und ich habe viel von dort mitgenommen. Dieses Gotteshaus ist etwas ganz Besonderes, mehr und mehr wurde es zu einem Stückchen vertrauter Heimat, die man im Herzen spürt und auch etwas davon dort lässt - und immer wieder gern zurückkehrt.
Bei jeder neuen Vorbereitung konnte ich spüren, wie sehr mich das Thema Leben und Tod auf neue Spuren und Gedanken brachte, ich mich mehr damit auseinander setzte, mich inspirierte und faszinierte zugleich. Wir durften dort lesen, aber Sie haben uns damit auch reich beschenkt.

Ich bedanke mich sehr herzlich für alles, gratuliere Ihnen auch hier noch recht herzlich zu Ihrem 40-jährigen Priesterjubiläum, und dem beeindruckenden Werk gestern.
Gottes Segen möge Sie weiterhin auf allen Wegen begleiten und Kraft  geben.
Danke mit herzlichen Grüßen auch im Namen meines Mannes,

Evelyn Goßmann



Liebe Mitwirkende, besondes an den Leiter der Inszenierung,

gestern Abend sah ich Ihre Aufführung in der Kirche Sankt Barbara. Ich habe mich über die Einladung sehr gefreut und war gespannt und auch etwas skeptisch, weil ich Laientheater eigentlich nicht anschaue. Allerdings hat mich diese Aufführung sehr beeindruckt. Es war eine schöne Mischung von sehr professionell und anrührend schlicht. Dazu dieser moderne Kirchenraum. Ich möchte ihn mir gerne noch einmal bei Tageslicht anschauen.

Jetzt zu meinem eigentlichen Anliegen: Es ist für mich schwer zu ertragen, die Internationale, das Horst-Wessel-Lied und Schuberts`"Wohin soll ich mich wenden?" in fast identischer Aufstellung auf der Bühne (Altarraum) präsentiert zu bekommen. Sicher ist es übertrieben zu sagen "Gleicher Platz, gleiche Botschaft ", aber ganz falsch ist es auch nicht. Das war mir zu viel Reihung und im Fall des Horst-Wessel-Liedes zu wenig Verfremdung. Die Internationale dagegen ist mit ihrer positiven Utopie auch heute noch für mich gut hörbar.
Und damit komme ich zu meinem zweiten Thema: Im Widerstand gegen Hitler haben viele Kommunisten und Sozialdemokraten gearbeitet und sind für ihre Überzeugung verfolgt und ermordet worden. Hier hätte ich mir eine kleine Würdigung anstelle der großen ideologischen Abgrenzung gewünscht. Historisch gesehen ist blinder Antikommunismus zwar eine Realität, aber man muss ihn nicht unkommentiert übernehmen. Dass ich mit dieser Einschätzung nicht ganz falsch liege, zeigt mir auch das Begleitheft zum Musical, in dem Karl Marx zwischen Wilhelm II. und Hitler abgebildet ist. Hätten Sie statt dem Foto von Marx eines von Stalin eingesetzt, wäre der Zusammenhang, Politiker menschenverachtender Richtung, deutlich gewesen. Das Barbarische in der Politik mit Elementen der Apokalypse darzustellen, fand ich in Ihrer Inzenierung wirklich großartig, kam mir aber irgendwie bekannt vor. Anderes hat mich an die Berliner Antigone von Hochhut erinnert. Das soll keine Abwertung sein. Ich freue mich über das Wiedererkennen.

Bevor Sie mich jetzt als hartgesottenen Altkommunistin einordnen (Das bin ich nicht. Die einzige K-Gruppe, der ich je angehörte, ist die katholische Kirche.), lesen Sie noch ein bisschen wohlwollend weiter. Ein religiöses Stück in einer Kirche, ein Gedenken und eine Andacht, von Personen mit großem Ernst zelebriert, gespielt, das tranzendiert auch das Leben der Zuschauer für diesen Augenblick und vielleicht auch noch ein Stückchen läger.
Dafür herzlichen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Regina Felberbauer