Nikolaus Gross Musical

musical

 

Nikolaus Groß

Ein Musical der Gemeinde St. Barbara Mülheim an der Ruhr


Liebe Besucher!

Wir begrüßen Sie auf den Seiten unseres Gemeindemusicals über den Widerstandskämpfer Nikolaus Groß. Hier finden Sie die Historie des Musicals, einen Überblick der Handlung, viele Bilder der verschiedenen Aufführungen.


Der letzte Termin war der 23. Januar 2016.

Es war die 70. Aufführung, beginnend am 30. September 1998, dem 100. Geburtstag von Nikolaus Groß.

In diesem Jahr, dem 15. Jahr seiner Seligsprechung, wude es nun vorläufig zum letzten Mal gespielt.

 

 

Nikolaus-Groß-Musical

  • Ausführende: Mitglieder der Pfarrgemeinde St. Barbara Mülheim an der Ruhr und Gäste
  • Choreographie: Claudia Schäfer
  • Technik: Peter Schuhmacher und Jochen Schäfer, Musik: Burkard Maria Kölsch
  • Musikalische Leitung: German Geiger
  • Text und Regie: Manfred von Schwartzenberg

 

 

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Aktualisiert am 31. Oktober 2016

 

(an das Musicalteam vom 28. Januar 2003)

An das Team und die Mitwirkenden des Musicals "Nikolaus Groß" Gerne möchte ich die Gelegenheit nutzen, Ihnen zu der wunderbaren (Freitag)-Aufführung des Nikolaus-Groß-Musicals zu gratulieren. Sie werden das ja bestimmt schon öfter gehört haben, aber ich war sehr beeindruckt!! Auch war kaum feststellbar, dass es sich bei den Darstellern um Laien handelt - fast alle waren sehr professionell. Überraschend reibungslos verlief für mich als Zuschauer auch der Auf- und Abgang der jeweiligen Darsteller. Ich gehe davon aus, dass die Aufführung am Sonntag genauso gut war und wünsche Ihnen und dem gesamten Team für Berlin ebenfalls viel Erfolg.

Annelen Stegmann


Gestern haben meine Frau und ich das Musical besucht. Wir sind mehr als überrascht und erstaunt, wie gekonnt und sicher die Darsteller agiert haben. Für Laiendarsteller eine brilliante Leistung. Wir möchten Ihnen allen daher unseren Dank und unsere Anerkennung aussprechen. dass das Musical sich aus einer Andachtsidee für Firmlinge entwickelt hat, ist Zeugnis für eine lebendige Gemeinde. Umso mehr noch ein Zeugnis dafür, dass Gottes Geist in Ihrer Gemeinde lebendig ist. Eine Frage: Wird es außer in Berlin noch andere Aufführungen geben? Wir wünschen Ihnen weiterhin Energie und Freude.

Joseph Böckmann

 

Die Gemeindemitglieder von St. Barbara setzten dem katholischen Widerstandskämpfer Nikolaus Groß ein musikalisches Denkmal.

Rechtzeitig zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar und vor dem 70. Jahrestag der Machtergreifung Hitlers verwandelten rund 150 Mitglieder der Dümptener Gemeinde St. Barbara ihre Kirche am Schildberg in eine Musicalhalle, die bei dieser Gelegenheit ihre ausgezeichnete Akustik unter Beweis stellte. Ergreifend und manchmal sogar bedrückend authentisch setzten die professionellen Laien- darsteller, Bühnentechniker und Musiker das Leben des am 23. Januar 1945 von den Nazis ermordeten und am 7. Oktober 2001 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochenen katho- lischen Arbeiterführers, Journalisten und Widerstandskämpfers, Nikolaus Groß, in Szene.

Bei beiden Musicalaufführungen war die Dümptener Kirche mit jeweils 425 Zuschauern bis auf den letzten Platz besetzt. Unter den Gästen war auch der jüngste Sohn von Nikolaus Groß, Diakon Bernhard Groß.

(T. E.)

   

St. Barbara führt "Nikolaus Groß" beim ökumenischen Kirchentag in Berlin auf
(vom Pressereferenten der Mülheimer Stadtkirche Wojcieck Brzeska vom 30. Mai 2003)

"Wo ist denn der Bus ´B`?" "In der Mitte, vorne der Bus ´A`, hinten ´C`." "Na, fährt der Opa mit?" "Nein, der muss leider zu Hause bleiben." "Hallo, wie geht es denn?" "Ach, wohl ist mir dabei gar nicht. Mein Mann und mein Sohn alleine zu Hause, und das vier Tage ..." Donnerstag, 29. Mai, 5.45 Uhr. Geschäftiges Treiben herrscht vor der Pfarrkirche St. Barbara in Mülheim-Dümpten. Menschen werden hingebracht, Koffer verladen, Abschiedsworte hier und da. Irren würde, wer annähme, gerade fährt eine Kindergruppe der katholischen Pfarrgemeinde zu einer Freizeit in ein verlängertes Wochenende. Ein guter Beobachter merkt sofort: Außer den Kindern und Jugendlichen sind auch Erwachsene und Senioren dabei. Nein es ist keine Fahrt ins Grüne. Die 150 Reisende gehören zum Team des Nikolaus-Groß-Musicals, das sich gerade auf den Weg in die deutsche Hauptstadt macht. Hier werden Pfarrgemeindemitglieder von St. Barbara ihr Musical zu Ehren des Arbeiterführers, Journalisten, Widerstandskämpfers und Märtyrers anlässlich des ersten Ökumenischen Kirchentages in Berlin vier Mal aufführen.

Lange ist es her, als der Vorhang für das Musical, zu dem Pfarrer Manfred von Schwartzenberg die Texte und Kirchenmusiker Burkard Maria Kölsch die Musik geschrieben haben, zum ersten Mal aufging. Seit seiner Premiere im September 1998 haben mehrere tausend Zuschauer in insgesamt 30 Aufführungen das Bühnenwerk gesehen, das in der Person des Nikolaus Groß allen Märtyrern der Nazizeit gewidmet ist. Aufführungen in Mülheim, Essen, Bochum und in der Hauptstadt. Dort hat auch Kardinal Georg Sterzinsky, der Erzbischof von Berlin, 2002 das Musical gesehen und es war ihm sofort klar: Wenn der Ökumenische Kirchentag nach Berlin kommt, muss die Mülheimer Gemeinde ihr Musical nochmals spielen. Der "harte Kern" – etwa 130 Mitwirkende – ist seit der Uraufführung immer noch dabei. Ausgeschieden sind dagegen ältere Darsteller, die aus gesundheitlichen Gründen die Strapazen der Proben und der Reisen nicht mehr auf sich nehmen konnten. Aber auch heute sind im Musical-Team alle Generationen vertreten: von den Jüngsten – Leoni Große und Alisa Kölsch, beide sechs Jahre alt, spielen die Rolle der Leni, der jüngsten Tochter von Nikolaus Groß – bis zum Ältesten, dem 78-jährigen Ernst Katzke, der einen der KAB-Männer darstellt. Und viele Mitwirkende wechseln halt im Laufe der Zeit ihre Rollen, wie zum Beispiel Nadine Vehling, die einst Leni, heute ein BDM-Mädchen spielt.

"Der Tisch und die Tischdecke, die Requisiten ... Der Tisch muss auf die andere Seite. So ist es gut, danke." Für vier Tage ist Manfred von Schwartzenberg kein Pfarrer mehr, der Mülheimer Stadtdechant führt Regie. Dank der aufwendigen Technik, die fast schon professionell anmutet, klingt seine Stimme in der Kirche Maria Regina Martyrum in Berlin-Charlottenburg, wo "Nikolaus Groß" aufgeführt wird, klar und deutlich. Es ist 15.30 Uhr, inzwischen sind alle Mitwirkenden am Ort des Geschehens. Die jüngsten Darsteller proben das Lied "Sieben Kinder und ein Tisch", eine der schönsten und ergreifendsten Szenen des ganzen Musicals – vor allem, wenn man weiß, welches Ende das Naziregime dem Leben von Nikolaus Groß setzen wird. Hier, wo die ganze Familie um den gemeinsamen Tisch versammelt ist, ist die Welt noch heil. "So, sehr schön, die Besetzung I gleich noch einmal das selbe", der Regisseur von Schwartzenberg ist offensichtlich zufrieden. Kirchenmusiker Kölsch, der das 18-köpfige Orchester dirigiert, allerdings nicht ganz 100-prozentig: "Ihr könnt noch lauter singen" wirft er noch schnell ein, bevor es mit dem Proben weitergeht. SchminkenBis zur Aufführung um 20.00 Uhr hat jeder von den Mitwirkenden – ob vor, auf oder hinter der Bühne – noch jede Menge zu erledigen. Und eins steht fest: Vor Mitternacht wird keiner der Mülheimer ins Bett gehen, und auf sind die meisten seit 4.30 Uhr. Es ist insgesamt ein Marathon-Programm, das die Leute aus St. Barbara während der vier Tage in Berlin erwartet. Vier Vorstellungen, davon zwei am Freitag. Proben, an der Licht- und Ton-Technik feilen, Unvorhersehbares managen und erledigen. Von dem sonstigen Kirchentag-Programm wird das Musical-Team wenig mitbekommen, höchstens am Samstag, vor der Aufführung um 20.00 Uhr. Wenn die Kräfte noch reichen ... Wofür das ganze, wofür die Anstrengungen, wofür die finanziellen Ausgaben – alle Mitwirkenden aus St. Barbara mussten einen nicht kleinen Beitrag für die Busfahrt und das Hotel leisten ... Nicht wegen der Berühmtheit – bekannt ist das Musical von St. Barbara in der Tat über die Grenzen Mülheims hinaus –, nicht wegen der Reisen, berichten die meisten. "Das Geheimnis des Erfolges, das Geheimnis, warum so viele so lange schon mitmachen, liegt in der Wahrheit der Geschichte, die wir in unserem Musical zeigen", schildert Pfarrer von Schwartzenberg.

19.30 Uhr. Maria Regina füllt sich langsam mit Zuschauern. Da kommen 35 Firmkandidaten aus Hannoversch-Münden, ein junges Ehepaar aus München, da kommt die Schwester Bärbel aus Selbitz. Eine jungen Frau aus Ostfriesland will sich die Aufführung auch anschauen. Viele haben bereits von Nikolaus Groß gehört, dem ersten Seligen des Bistums Essen. Einigen ist auch das Musical ein Begriff. Aber es gibt auch Zuschauer – wie die zwei 14-jährigen Mädchen aus Berlin –, die mit Nikolaus Groß, seinem Leben und seinem Werk wenig anzufangen wissen.

Es ist 20.00 Uhr, die Kirche ist bis auf wenige freie Plätze voll. Die Vorstellung beginnt. Und wieder begrüßt Manfred von Schwartzenberg die rund 300 Zuschauer, führt kurz in das Musical ein. Und wieder wünscht er dem Publikum "kein Vergnügen und schon gar nicht gute Unterhaltung" – dafür ist die Thematik zu ernst und die Geschehnisse jener Zeit zu düster –, sondern eine besinnliche Teilnahme an einer "besonderen Andacht mit modernen Mitteln". Und wieder erschaudern die Zuschauer vor der Darbietung der sechs schwarz gekleideten Tänzerinnen, der 666, die das Böse mimen. Und wieder werden die Szenen "Prügellied" und "Sieben Kinder und ein Tisch" von stürmischem Applaus gekrönt. Und wieder gibt es die eine und die andere Träne in den Augen der Zuschauer und stehenden Applaus nach der Aufführung. Für die Darsteller und die Mitwirkenden. Und wohl auch für Nikolaus Groß – damit die Märtyrer unserer Zeit nicht in Vergessenheit geraten.

Wojcieck Brzeska

 

Hallo!

Großes Kompliment, die Aufführung des Nikolaus-Groß-Musicals gestern war eine rundum starke Leistung:

Die Handlung war unkompliziert, daher sehr gut verständlich.

Eine hohe Spannung wurde durch die geschickten Überleitungen, Einzug einiger Gruppen von hinten oder auch einfach durch unangekündigten qualitativ guten Gesang erzielt.

Die Monologe/Dialoge waren nicht zu lang, so dass meiner Meinung nach dadurch auch eine besonders große Wirkung erzielt wurde.

Die Harmonie zwischen dem Spiel auf der Bühne mit der Ton-, Licht- und Bildtechnik war sehr professionell. Ein Lob auch an das geniale Orchester.

Auch wenn ich damals nicht live dabei war, bekomme ich doch einen erschreckend reellen Eindruck: Der Konflikt zwischen dem Glauben und dem Nationalsozialismus wurde z. B. beim Lied der Groß-Kinder gegen die Hitlerjugend ("Einfach super") oder auch die Unterbrechung der Glaubensfeier durch die Hitlerrede besonders deutlich. Auch der immer wiederkehrende Tanz der schwarzen Gestalten spiegelte die ständig zunehmende Bedrohung gut wieder und zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Stück. Beeindruckend die große Anzahl an Mitwirkenden von jung bis alt. Die Wirkung der Gemeinde-Lieder, die man normal durchs Mitsingen kennt, nahm ich als Gesangsvortrag wesentlich bewusster wahr.

Sehr geschickt fand ich die Einbeziehung des Publikums bei den Festreden.

Durch die gründliche Beschreibung der Handlung und eindrucksvollen Fotos auf der Internetseite bekam ich im Vorfeld schon einen guten Eindruck, was in etwa mich erwartet.

Noch einmal ein dickes Lob an ALLE Beteiligten, der Weg aus dem Sauerland nach Dümpten hat sich gelohnt.

Gutes Gelingen für die weiteren Veranstaltungen

wünscht Bert Hobert

   

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